"Der Eulenruf" - Die aktuelle Ausgabe

An dieser Stelle finden Sie den kompletten Inhalt der jeweils aktuellen Ausgabe unserer Vereinsmitteilung   Der Eulenruf  

 

Ströher Dorfleben e.V.

Heimat- und Kulturverein

 

Der Eulenruf

Nr. 57

   


LOGO-Eule 

Dezember 2020 - Februar 2021

 

 

www.stroeher-dorfleben.de

 

49419 Wagenfeld-Ströhen – Haken Moor 17

 

 

Zum Jahresende!

 

Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden.

Und so leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen.

Und der in Händen sie hält, weiß um den Segen!

(Hermann Claudius)

 

Uns allen wünschen wir nach einem noch nie dagewesenen Jahresablauf ein friedliches Ankommen im neuen Jahr. Damit wir behütet, getröstet und voller Zuversicht durch ein wunderschönes 2021 gehen können.

 

Viele gute Wünsche vom gesamten Vorstand des „Ströher Dorflebens“

 

Gedanken zum Jahresende

Ist es tatsächlich schon wieder soweit? Ja, ist es. Das Jahresende naht und damit auch ein kleiner Rückblick über die vergangenen Monate. Ich denke, man kann wohl sagen, dass es sich bei 2020 um ein "merk"würdiges Jahr handelt. Neben Corona, Lockdown, Klimawandel, Moria, rechter Gewalt und zuletzt der US-Wahl hatte kaum etwas anderes Platz in den Nachrichten. Wisst ihr noch, wie Anfang des Jahres ein Aufschrei durch die Republik ging, als Bäckereien plötzlich verpflichtet waren, Kassenbons auszuhändigen?! Ach, was waren das für Zeiten! Wobei - als der Fertigmenü-Produzent Knorr es im Sommer wagte, den Namen seiner Zigeunersauce zu ändern, trat das eine fast ebenso große Welle los. Was sind dagegen bitte die Sorgen um Alters- und Kindesarmut, Ärztemangel oder Pflegenotstand!
Man mag über unsere Bundes-Angie denken, was man mag. Fakt ist, dass sie und ihre Regierungskollegen uns einigermaßen gut durch die erste Welle gebracht haben. Überhaupt haben sich die RegierungschefINNEN souverän geschlagen. Auch die Regierungschefin Neuseelands, gerade wiedergewählt in ihrem Amt, kann sich mit ähnlichen Federn schmücken. Und was macht die testosteron-gesteuerte Führung? Johnson, Bolsonaro, Trump... joah, in den letzten Wochen war es wahrscheinlich ungefährlicher, ein Reporter in Nordkorea als Korrespondent im Weissen Haus zu sein. Aber mal anders betrachtet hat der (Ex-)Präsident ja schon viele Menschen geschützt - weil er sie zuvor gefeuert hat.
Apropros Angies Regierungskollegen... Scheuer hat z.B. im vergangenen Jahr mal wieder ganze Arbeit geleistet. Nach dem Desaster mit der PKW-Maut wird der neue Bußgeld-Katalog im Frühjahr gleich wieder abgemildert. Warum sollte man Raser auch zur Kasse bitten oder sie zu temporären Radfahrern machen?! Scheinbar völlig überflüssig. Ist ja auch nicht erforderlich, dass mal wieder Geld in die Kassen unseres Verkehrsministers kommt.
Vor kurzem wurde ein Gesetzesentwurf komplett in weiblicher Form verfasst. Das Innenministerium stuft es deswegen nun als "höchstwahrscheinlich verfassungswidrig" ein, weil es so nur für Frauen gelten könne... äh..ja, ich geh dann mal die Bank ausrauben, ist im Umkehrschluss ja erlaubt. Gesetze in männlicher Form gelten dann ja nicht für Frauen.
Nicht ganz so optimal läuft es auch mal wieder beim BER-Flughafen. Nach 14 Jahren Bauzeit, über 6 Milliarden Euro Baukosten und zahlreichen verschobenen Eröffnungsterminen seit 2012 (!) kann es nun endlich losgehen - bedauerlich, dass im Moment fast niemand fliegen will. Tja, manchmal läuft es schlecht und dann kommt auch noch Pech bzw. Corona dazu.
Es gibt Momente, da kann man sich wirklich fragen, in was für einer Welt wir eigentlich leben... Da vergiften Russen die Opposition, Regenwald und Sibirien brennen, Milliardäre zahlen 750 $ Steuern und deutsche Politiker von rechts wollen Flüchtlinge vergasen... Ich würde mich eigentlich als einen positiven Menschen bezeichnen. Aber wenn ich solche Schlagzeilen lese, macht mich das traurig, müde und manchmal macht es mir auch Angst. Da leben wir hier auf dem Land doch noch in einer relativen "heile Welt"-Bubble.

Aber bei allen großen und kleinen Dramen in der Welt gibt es am Ende noch ein paar gute Nachrichten: Die Tatort-Kommissare Thiel und Böhrne bleiben den Zuschauern noch bis mindestens 2024 erhalten! Und es haben sich 23 Frauen für unseren besonderen Adventskalender gefunden und ich bin schon ganz gespannt, was uns in den nächsten Tagen so erwartet. In diesem Sinne - bleibt gesund und lasst uns 2021 für mehrschöne als schlimme Erinnerungen nutzen!

                                                                                              Steffi Meyer

 

 

Bürgerradwege

Fehlende Fahrradwege in Ströhen, ein jahrzehntealtes Thema. Schon nach Fertigstellung des Radweges an der Tierparkstraße wurden den Ströhern Hoffnungen gemacht, dass auch an den beiden anderen Landesstraßen im Dorf (Mindener Straße und Varreler Straße) ein Radweg gebaut werden könnte. Zuständig für Planung und Bau ist an diesen Straßen das Land Niedersachsen. Inzwischen sind fast 30 Jahre vergangen, in denen sich Schulkinder, ältere Mitbürger und alle, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind, den Gefahren auf vielbefahrenen Straßen aussetzen mussten. Zwischenzeitliche Anfragen und Versuche scheiterten meist an der Haushaltslage. Mit Beginn dieses Jahres habe ich als Ortsvorsteher einen neuen Versuch gestartet, die Sicherheit der Radfahrer mehr in den Blick zu nehmen. In Gesprächen mit Landtagsabgeordneten aus der Region und mit schriftlichen Hinweisen auf die zunehmende Gefahrensituation konnte ich die Sachlage darstellen: so gibt es z.B. im Verlauf der Mindener Straße vier sehr unübersichtliche Kurven, drei Schulbushaltestellen bestehen und im ganzen Bereich darf eine Geschwindigkeit von 100 km/h gefahren werden. Dazu kommt, dass der Schwerlastverkehr hier in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, weil die Straße eine Ausweichroute für Bundesstraßen mit Mautstellen geworden ist. Nicht viel anders sieht es auf der Varreler Straße aus. Schwer verständlich für Ströher Bürger, wenn gleichzeitig vom Ministerpräsidenten und Politikern in Hannover ständig ein Umstieg aufs Fahrrad propagiert wird. Nach weiteren Erörterungen und Zustimmungen durch den Gemeinderat wurde von Bürgermeister Matthias Kreye die Möglichkeit des sog. „Bürgerradweges“ vorgestellt. Für ein solches Projekt ist ein „Bürgerschaftliches Engagement“ eine Grundvoraussetzung. Eine Aufgabe und eine Zielrichtung, für die sich dann im Sommer sofort der Verein Ströher Dorfleben einsetzte. Federführend für den Verein wurde hier Burkhard Scholz tätig. Gemeinsam mit dem Verein ging es darum, die Grundstücksanlieger an der Varreler und der Mindener Straße von der Wichtigkeit des Projektes zu überzeugen und Anliegerflächen für den Radwegebau zur Verfügung zu stellen. Bei Zustimmungen der Grundstückseigentümer kann mit einer zügigen Planung des Radweges durch die Gemeinde begonnen werden.

Zwischenzeitlich konnten durch das bürgerschaftliche Engagement in vielen Gesprächen mit allen Grundstückseigentümern Bauerlaubnisvereinbarungen getroffen werden. Die Gemeinde Wagenfeld kann nun mit dem Planungsverfahren für den Bau der Radwege beginnen. Ein großer Dank gilt hier sicherlich allen Grundstückseigentümern (mehrere haben auf eine Entschädigung für ihre zur Verfügung zu stellenden Flächen verzichtet) und dem Einsatz des Ströher Dorfleben. Es zeigt sich, dass die Bürger und Gemeindevertreter voll hinter dem Projekt stehen. Hoffen wir gemeinsam, dass hier dann in möglichst kurzer Zeit Radwege gebaut werden zum Nutzen und zur Sicherheit aller Ströher Bürger und vieler Fahrradtouristen.

Reinhard Heider, Ortsvorsteher in Ströhen

 

 

Kurz angemerkt:

  • Mit Traditionen soll man nicht brechen! Wenn der Brezelbasar auch ausfällt, Erbsensuppe aus der Backstube gibt es am 28. November ab 11 Uhr trotzdem! Vorbestellungen zur besseren Planung bitte unter 05774 97641 bei Simone, aber auch der spontane „Suppen-Heißhunger“ wird versorgt. Kurzfristige Änderungen werden per Aushang an der Backstube oder über Facebook bekannt gegeben. 
  • Baumpflanzaktion: zusammen mit Gemeinde, Grundschule und Dorfleben, begleitet vom Landschaftspflegeverband entsteht an der Turnhalle eine Obstwiese mit zum Teil gespendeten Bäumen einer Wagenfelder Familie, deren Sohn hier in der Schule war. Danke an Spender und Helfer!
  • Bäume pflanzen, Blumenzwiebeln setzen…seit einiger Zeit nutzt der Vorstand schon mit zahlreichen Mitgliedern die Vorzüge einer Whats-App-Gruppe, wenn es um kurze Infos oder „Trommeln“ zum kurzfristigen Arbeitseinsatz geht. Wer Interesse hat, diese Infos auch zu bekommen, setzt sich bitte mit Olaf Möhl in Verbindung.