"Der Eulenruf" - Die aktuelle Ausgabe

An dieser Stelle finden Sie den kompletten Inhalt der jeweils aktuellen Ausgabe unserer Vereinsmitteilung   Der Eulenruf  

 

Ströher Dorfleben e.V.

Heimat- und Kulturverein

 

Der Eulenruf

Nr. 54

   


LOGO-Eule 

März - Mai 2020

 

 

www.stroeher-dorfleben.de

 

49419 Wagenfeld-Ströhen – Haken Moor 17

 

 

 

Ausgleich:

In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit,

um Geld zu erwerben

In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit

wieder zu erlangen (Voltaire)

 

Un poor Wörter up platt, dormit dat nich uk ute Moude kummt, un vergäten ward. Wenn wie fitt blieben wüllt, möt wie us jo jümmer un bäten in Bewägung hohln. Anrägungen dortou giwt et jo nu masse.

Dann man achtern Oahm weg, rögt jou, bliewt gesund un munter. Wie frait us mit jou up eein schönet Freujoahr.

                                                                                               Linda Puppe

 

Steinkäuze und Eulen - schützenswerte Vögel  - aber was wissen wir wirklich über sie?

Im Rahmen der Flurbereinigung Ströhen-Süd wird es neben den Straßensanierungen auch Bemühungen geben, neuen Lebensraum für Steinkäuze zu schaffen. Wer schon immer mal etwas mehr über diese wichtigen Nachttiere erfahren wollte, der kommt einfach zur Mitgliederversammlung des Ströher Dorflebens e.V. am Freitag, den 13. März 2020 ins Tierparkrestaurant. Nach einem relativ kurzen Berichts- und Regularienteil wird der Naturforscher Gerhard Neuhaus einen Vortrag über die aktuelle Lage der Steinkäuze in unserer Region halten. Wie kann z.B. ein mardersicherer Nistkasten aussehen und welche Tiere gehören zum Speiseplan des Vogels? Seit vielen Jahren setzt sich Gerhard Neuhaus mit den Lebensbedingungen von Steinkäuzen und Eulen auseinander und er hat vielerorts schon den Bau von unzähligen Nisthilfen unterstützt. Alle Interessierten sind ganz herzlich zu diesem Vortrag eingeladen – egal ob Mitglied oder Nichtmitglied im Ströhen Dorfleben e.V.
Wenn jemand nur direkt zu dem Vortrag kommen möchte, ist das natürlich auch machbar. Anmeldungen nehmen Linda Puppe unter 05774-322 und Heidrun Hilgemeier unter 0151 506 89 509 entgegen.

                                                                                   Heidrun HIlgemeier

 

Nachlese zum Neujahrskonzert

Unser traditionelles „Neujahrskonzert auf dem Lande“ mit dem Chor „Zeitlos“ fand am 04.01.2020 statt. Für den Verein hießen die Vorsitzende Linda Puppe und für den Chor Petra Thiesing-Jöres die Gäste im gut gefüllten Mittelschiff der Ströher Kirche willkommen.

Den Anfang machte das Ehepaar Stephanie aus Diepholz. Alljährlich freuen wir uns über ihre Teilnahme, diesmal waren sie ohne Gudrun Kröger und Monika Zielke bei uns. Man spürte das langjährige Zusammenspiel der beiden, eine sehr intensive Wahrnehmung, die mit viel Applaus vom Publikum bedacht wurde.

Karin Harms am Klavier, Jan Wackerbarth an der Gitarre und Ulli Schmitz mit seiner Stimme hatten zwei Songs aus den Siebzigern mitgebracht, die ebenfalls mit lautem Beifall belohnt wurden. Nach dem Gläschen Sekt in der Pause gehörte die Bühne dem Ensemble HolzSaiten unter der Leitung von Juri Ort. Durch das Programm des Ensembles führte Karl-Heinz Hoffmann, ein gebürtiger Ströher, der sicher vielen noch bekannt ist. Zu dieser Erinnerung passte treffend das von ihm vorgetragene Lied von Hannes Wader „Heute hier, morgen dort“. Die verschiedenen vorgetragenen Instrumentalstücke auf Oboe, Saxophon, Cello, Fagott wurden von Juri Ort am Klavier begleitet. Das Publikum war begeistert und hätte noch gerne eine Zugabe gehört. Der Chor Zeitlos umrahmte die Programmpunkte mit fröhlichen und nachdenklichen Liedern, dazwischen kleine, von Chormitgliedern vorgetragene Verse, die Petra Thiesing-Jöres in gewohnt gekonnter Manier zusammengestellt hatte. Nachdem das Publikum zu Anfang des Konzertes mit einem großen Seufzer alle Lasten des alten Jahres abgestreift hatte, endete das Konzert fröhlich und guter Dinge traditionell mit dem Zottelmarsch. Wir treffen uns wieder am ersten Samstag im Januar 2021!

Ein Vers aus unserem Neujahrskonzert, den ich gerne noch einmal aufnehmen möchte: Literaturzitat von Georg Christoph Lichtenberg, geschrieben vor ca. 250 Jahren- aber immer noch aktuell. Scheint ganz logisch, auf den ersten Blick:

 

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

 

Zur Person des Schreibers: Georg Christoph Lichtenberg lebte im  18. Jahrhundert und war Physiker, Naturforscher, Schriftsteller und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik im Zeitalter der Aufklärung. Er war das 17. und jüngste Kind einer protestantischen Pfarrersfamilie aus Darmstadt. Durch eine körperliche Behinderung war er in seiner Bewegung eingeschränkt und auch anfällig für Krankheiten. Sein großes Interesse galt Naturbeobachtungen und wissenschaftlichen Themen. Es gibt viele Zitate und Schriften von ihm, wer Lust hat nachzulesen, es lohnt sich.

                                                                                  Maggie Summann

 

Gedanken aus dem Alltag

Der Frühling steht vor der Tür und somit beim ein oder anderen sicher auch der Frühjahrsputz. Manch einer nutzt die Gelegenheit und sortiert bei der Gelegenheit auch so einiges aus. Mich hat es es bereits Anfang Januar gepackt und drei Säcke Altkleider sind bereits im Container, im Abstellraum ist wieder Platz, in der Gewürzschublade herrscht wenigstens relative Ordnung und auf den Küchenschränken ist „frisches“ Zeitungspapier ausgelegt. Manchmal hat so etwas ja auch was meditatives und man lässt seine Gedanken schweifen. Dabei kam mir eine Idee: Wie wäre es denn, wenn man nicht nur materiell sondern auch verbal ausmisten würde? So quasi eine Art Worthygiene betreiben? Was fliegt dann zuerst aus dem Vokabular? Bei vielen ist immer alles „MEGA“, wo ich oft denke, hm…ganz schön viel Superlative in zwei, drei Sätzen Aber vielleicht bin ich dafür auch einfach schon zu alt. „Alles bestens“ finde ich persönlich auch eine wirklich richtig nervige Redewendung, die ich möglichst vermeide.

Meine Herausforderung: Der Konjunktiv, „man“ und „eigentlich“. Man müsste schließlich eigentlich endlich mal wieder...Na, ich denke, jeder Leser kann diesen Satz für sich im Stillen fortführen. Gibt es aber nicht viel mehr Antrieb, wenn daraus ein „Ich möchte unbedingt…“ wird? Mir hat das so viel Schwung gegeben, dass ich mich schon mit Freundinnen getroffen habe, die ich viel zu lange nicht mehr gesehen hatte und wir haben auch schon gleich einen neuen Termin ausgemacht für ein neues Treffen. Machen ist halt wie wollen – nur krasser.

Und was passiert mit dem verbalen Platz, den wir dadurch schaffen? Vielleicht nutzen wir den für mehr „Ich mag dich“, „Gern geschehen“, „Es tut mir leid“ oder „Du schaffst das!“.

                                                                       Steffi Meyer

 

Plastikfreier leben… weiter geht’s!

  • Dank diverser Hochzeitsbitten in den letzten Jahren haben sich einige Stofftaschentücher angesammelt, die bei uns jetzt ein Revival erleben
  • Mit der App „Codecheck“ habe ich unsere Artikel im Badezimmer gescannt und das Ergebnis war erschreckend! Mikroplastik, Nanopartikel, hormonell wirksame und potenziell krebserregende Stoffe – pfui Deibel, was wir uns da auf Haut und Haar so antun. Die gefährlichsten Mittelchen wurden schon eliminiert, der andere Teil wird noch aufgebraucht und dann durch Alternativen ersetzt.
  • „Der Verbraucher will es so!“ Ha! Mit der App „Replace plastic“ kann man den Barcode von Produkten einscannen und dem Hersteller mitteilen, dass eine Verpackung ohne Plastik gewünscht ist. Das Feedback wird weitergeleitet und hat laut Homepage bereits zu ersten Erfolgen geführt.

Steffi Meyer